Wer in letzer Zeit die örtliche Presse aufmerksam verfolgt wird feststellen, das in Thüle die Meinungen über das geplante Baugebiet “Nördlich der Thüler Kirchstraße II” auseinander gehen.

Während ein großer Teil der Thüler sowie der Thüler Vereine das Baugebiet befürworten teilen die Anlieger diese Ansicht ganz und gar nicht.

Meine Meinung dazu:

Familien stehen im Mittelpunkt grüner Politik.  Kinder haben das Recht auf eine gute Betreuung und kindgerechte Freiräume z.B. zum Toben.  Eltern sollte die Möglichkeit haben Ihrem Beruf nachzugehen ohne sich Sorgen um ihre Kinder machen zu müssen.

In Thüle sind dafür viele Grundvoraussetzungen schon erfüllt:

  • Eine Betreuung der Kinder durch einen eigenen Kindergarten
  • Eine eigene Grundschule
  • Vielfältiges Vereinsleben vom Sport- bis zum Musikverein
  • Freiraum zum Spielen in ländlicher Umgebung

Es muss Familien auch in Zukunft die Möglichkeit gegeben werden sich in Thüle anzusiedeln. Dieses ist zur Zeit jedoch nicht mehr möglich, da keine Flächen mehr dafür zur Verfügung stehen.  Sollten diese Flächen auch in Zukunft nicht zur Verfügung stehen, geht dieses auch zu Lasten der schon vorhandenen familienfreundlichen Infrastruktur in Thüle.

Aus diesen Gründen bin ich dafür das das Baugebiet “Nörlich der Thüler Kirchstraße II” umgesetzt wird.

Damit Thüle sich auch in Zukunft positiv entwickeln kann.

Einige Wermutstropfen jedoch bleiben:

 

 

 

  • Es werden in diesem Baugebiet nur Einzel- oder Doppelhäuser zulässig sein. Es gibt kein Platz für neue Wohnkonzepte, wie z.B. Mehrgenerationenhäuser.
  • Für das Neubaugebiet wird eine weitere Fläche endgültig versiegelt. Orte sollten versuchen in ihren bestehenden Grenzen neuen Wohnraum zu schaffen. Dafür sind neue Konzepte notwendig, die über den „Tellerrand“ hinweg schauen. Diese Konzepte vermisse ich hier.
  • Die Vorbehalte der Anlieger sind berechtigt, leider wird diesen Vorbehalten aber nicht genug Rechenschaft getragen.

 

 

 

 

Immer neue Baugebiete auszuweisen um vorhandene Infrastruktur zu erhalten ist, gerade im Hinblick auf die  Flächenverknappung in unserer Region, nicht nachhaltig und auf die Dauer auch nicht möglich.

Ich würde mir wünschen, das bei zukünftigen Planungen, Nachhaltigkeit und demographischer Wandel mit berücksichtigt werden.